Jahrelang war die Welt in meinem Kaisergarten in München-Obersendling in Ordnung. Doch innerhalb weniger Tage haben mich zwei Gruppen Jugendlicher um die Zeche geprellt. Während die erste Gruppe mehr als naiv vorging - immerhin hatte einer der Jugendlichen seine Personalien hinterlassen - setzte die zweite Gruppe auf die schnelle Flucht. Nach üppigem Mahl und allerlei Getränken wollten “sie mal eine vor der Tür rauchen gehen” und verschwanden daraufhin schnell in der Nacht. Doch die 5 Jugendlichen aus Heidenheim hatten nicht mit Lucky gerechnet, der gerade mit Herrchen Gassi ging.
Aufgeschreckt von den Schreien wütender Gäste war es der Labrador Lucky aus der Nachbarschaft, der einen der flüchtigen Zechbetrüger in der Dunkelheit stellte. Selbst so schwarz wie die Nacht tauchte Lucky plötzlich vor einem der davonlaufenden Betrüger auf, hüpfend, bellend und mit einem Ball in der Schnauze. Starr vor Schreck und Angst vor dem “schwarzen Ungetüm vor sich” ließ sich der Zechbetrüger bereitwillig zurück ins Restaurant führen, wo er schon bald Bekanntschaft mit der “königlich bayerischen Polizei” machte, die nach einem Anruf in Windeseile mit mehreren Fahrzeugen heran gerauscht kam. Entweder noch etwas verwirrt von der “schwarzen Erscheinung von Lucky” oder des schnellen Eintreffens der Polizei rief er auch schon bald seine Komplizen an, die einer nach dem anderen wieder bei mir auftauchten. Am Ende kratzen die 5 Kerle die 90 Euro zusammen, für die sie bei mir fürstlich gegessen und getrunken hatten. Und Lucky, mein Held, bekam eine große Überraschungstüte mit Hundefutter und Kauknochen im Wert von 20 Euro als Belohnung, über die er sich offensichtlich so sehr freute, dass er gleich einen Freudentanz vollführte.
Damit ist die Geschichte jedoch noch nicht ganz beendet, denn die Lokalzeitung Hallo München nahm sich dieser hübschen Meldung an und veröffentlichte sie heute im Lokalteil “Sendling, Thalkirchen, Fürstenried, Forstenried, Solln, Pullach”.
Was für eine Geschichte und so ein knuffiger Hund. Aber die 90 Euro, di e die Leute hatten, gingen ja vermutlich nicht mal annähernd an die Rechnung heran oder? Hast du anschließend noch Strafanzeuge gestellt?
Lieben Gruß
Ela
Kommentar: Ela – 04. September 2010 @ 12:22
Interessante Geschichte, und echt süßer Hund
Meine Nachbarn hatten mal den Gleichen..
Kommentar: Baldur-Garten – 08. Dezember 2010 @ 15:01
Der hat vor nem Hund mit Ball inner Schnauze Angst bekommen? Der wollte wahrscheinlich nur spielen…naja gut für dich, so hast du dein Geld bekommen und ne lustige Geschichte für die Enkelkinder
Kommentar: Michael – 22. Dezember 2010 @ 14:21